Für alle, die unseren neuen Kirchenvorstandsvorsitzenden beim letzten Mitarbeiterabend noch nicht kennen gelernt haben: Thomas Meyer-Haugwitz, 44 Jahre, Mann von Kerstin und Vater von Andreas und Christoph stellt sich dem Interview.
Kai Hennig: Hallo Thomas, wo kommst du denn her?
Thomas Meyer-Haugwitz: Ich bin in Uelzen geboren und aufgewachsen. In der St. Marienkirche habe ich Jesus kennen gelernt und meine ersten Erfahrungen in der Gemeindearbeit gesammelt. Danach habe ich in Marburg BWL studiert und in Gießen und Offenbach gewohnt.
KH: Das sind ja schon ein paar Stationen. Wie bist du dann in Obertshausen gelandet?
TMH: Kerstin und ich wollten unseren Kindern etwas mehr Grün und ein angenehmes Umfeld bieten. Wir haben uns für Obertshausen entschieden, weil wir hier eine schöne Wohnung gefunden haben und die Gemeinde vom Erzählen kannten. So hat Gott es wohl gefügt, dass wir 1998 hier gelandet sind. Ziemlich schnell haben wir dann einen Hauskreis gefunden und uns in der Gemeinde wohl gefühlt.
KH: Wie kam es dazu, dass du bei der KV-Wahl kandidiert hast?
TMH: Ich war lange im Vorstand einer Schule und hatte wenig Zeit. Der KV hatte mich schon vor sechs Jahren gefragt, und ich musste immer wieder vertrösten. Nach meiner „Schul“-Zeit hatte ich wieder mehr Zeit für die Gemeinde. Ich bin nicht so der Evangelist, eher der Organisator. Deshalb macht es mir Spaß, in solch einem bunten Leitungsgremium mitzuhelfen, die Gemeinde zu führen, viele Ideen einzubinden und unterschiedliche Methoden zusammen zu führen.
KH: Und dann gleich der KV-Vorsitz?
TMH: Ja, das ist im Laufe des letzten Jahres in mir gewachsen: Gott hat mich hier hin gebracht und jetzt sehen wir, was daraus wird.
KH: Wenn das ein ganzes Jahr gewachsen ist, hast du doch sicher auch Ziele für dein Amt?
TMH: Nun, zunächst sind mir Strukturen und Prozesse wichtig, aber auch, dass wieder etwas mehr auf die individuellen Stärken und Schwächen geachtet wird. Ich sehe mich also eher als Moderator, denn wir haben 14 tolle Menschen im Kirchenvorstand und viele, viele Aktive und mit Gaben ausgestattete Gemeindeglieder.
KH: Welche Stärke der Gemeinde möchtest du fördern, welche Schwäche angehen?
TMH: Dazu wäre natürlich eine richtige Stärken-/Schwächen-Analyse nötig – und die habe ich noch nicht fertig. (lacht) Aber im Ernst: Unsere Gemeinde ist sicherlich stark in ihrem Glauben, stark in ihrem Glaubensleben und sie ist stark im Auftreten. Vieles ist gut, manches sogar perfekt, aber hier liegt auch eine unserer Schwächen: Mancher Perfektionismus stößt andere ab, manches Gemeinde-„Sprech“ versteht nicht jeder. Vielleicht können wir einige Dinge lockerer angehen lassen.
KH: Wie und wo kann man dich denn erreichen?
TMH: Das ist gar nicht so leicht, denn tagsüber arbeite ich in der Zentrale einer Geschäftsbank. Aber wo ein Wille ist… Meistens im Gottesdienst, Donnerstag Vormittag im Gemeindebüro oder über das Kontaktformular auf dieser Homepage. Ich freue mich darauf, von vielen Menschen zu hören.
KH: Vielen Dank für das Interview.
TMH: Gerne! Ich wünsche allen eine gesegnete Osterzeit.