Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde und Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde in Obertshausen,
ein turbulentes erstes Halbjahr geht für mich zu Ende, und in Kürze verabschiede ich mich in den Sommerurlaub. Seit meiner Wahl zum Vorsitzenden des Kirchenvorstands unserer Gemeinde habe ich sehr viel gelernt: über die offiziellen und inoffiziellen Strukturen unserer eigenen Gemeinde, aber auch über gesamtkirchliche Strukturen. Ich habe viele Gespräche geführt und tolle Menschen aus unserer Gemeinde kennen gelernt. Ich bin ganz tief eingetaucht in unsere Gemeinde und habe manches besser verstanden, manches mir bisher unbekannte entdeckt. Ich möchte allen herzlich danken, die mir dabei geholfen haben durch ihre Erläuterungen, ihren Zuspruch und ihr Gebet.
Ich habe gesehen, wie leicht es uns fällt, ein Urteil über andere zu fällen, und wie schwer, sich selbst richtig einzuschätzen. Wie leicht es fällt, zu kritisieren, und wie schwer, zu loben. Wie leicht es uns fällt, über andere zu reden, und wie schwer, miteinander zu reden. Wie leicht es uns fällt, eine Meinung zu haben, und wie schwer, einer Meinung zu sein oder seine Meinung zu ändern. Das ist nicht nur das normale Spannungsfeld im Zusammenleben in der Partnerschaft oder in der Familie, sondern auch das Spannungsfeld für das Zusammenleben und Zusammenwirken in einer Gemeinde, vor allen dann, wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (viele Glieder) an einem Ziel (ein Leib) arbeiten, um Jesus zu dienen (vgl. 1. Kor. 12). Ich möchte uns ermutigen, weiter um Einheit zu beten und um die Kraft, die Mitmenschen (Mitchristen) mit Jesu Augen zu sehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit.
Vorher aber gibt es noch einige interessante Informationen zum Weitergeben.
Viele von Ihnen waren am Sonntag beim Gemeindefest dabei und haben mitgefeiert. Es war ein schönes Fest mit vielen interessanten Begegnungen, illustren Gästen, neuen Attraktionen und einer Neuauflage der Tombola der Begegnung. Gott hat uns trockenes Wetter geschenkt und dem einen oder anderen einen neuen Kontakt zu unserer Gemeinde. Ich möchte herzlich allen danken, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, durch die Mithilfe an einem Stand oder bei der Kinderbetreuung, durch den Blick auf neue Gemeindeglieder, durch hilfreichen Überblick. Ganz besondern möchte ich Liz Krause danken, die mit ihrem Team seit Monaten dieses Fest vorbereitet hat und die gestern überall zu sehen und zu finden war (es waren – glaube ich – eigentlich drei Liz Krauses…). Vielen Dank, Liz!
Obwohl unsere Eichen im Vorfeld behandelt worden waren, hatten wir auch in diesem Jahr wieder Probleme mit den Eichenprozessionsspinnern. Es tut uns leid, dass etliche Gäste nach dem Gemeindefest an deren Folgen gelitten haben. Auch die Parksituation war an jenem Sonntag suboptimal. Mit dem Bürgermeister haben wir aber bereits verabredet, dass künftig bei der Genehmigung der Flohmärkte auf unsere Groß-Termine Rücksicht genommen wird.
Der Hauskreis Braun/ Haugwitz hatte am 23.6. seinen Hauskreisabend aus gegebenem Anlass im Gemeindehaus verlegt und zum gemeinsamen Fußballabend eingeladen. Fast 80 Menschen aus anderen Hauskreisen, Familienangehörige und Gäste waren gekommen, um das 1:0 im Spiel gegen Ghana zu verfolgen. Pfarrer Richter hatte den Abend mit einer kurzen Andacht mit Gedanken über unseren göttlichen Trainer und Seine Spieltaktik eingeleitet.
Auch am Sonntagnachmittag öffneten sich wieder die Türen des Gemeindehauses für eine Fußballübertragung. Über 150 Gemeindeglieder waren der spontanen Einladung gefolgt.
Die Stimmung war prächtig und Gedanken als die Kickoff-Veranstaltungen während des „Sommermärchens 2006“ wurden wach, als z.T. weit über 300 Menschen das Gemeindehaus in friedlicher und fröhlicher Stimmung bevölkerten.
Wegen der Kinderübernachtung am kommenden Wochenende (Anmeldungen sind noch möglich) wird das Viertelfinalspiel gegen Argentinien jedoch nicht übertragen.
Sicher haben es einige von Ihnen bereits gesehen: unser Internetauftritt kommt in neuem Gewande. Auch technisch basiert der neue Internetauftritt auf einer neuen Plattform. Ich lade Sie herzlich ein, auf der neuen Seite zu stöbern. Falls Ihnen etwas gut gefällt, empfehlen sie es gern weiter – die Homepage ist ja auch ein Element missionarischer Arbeit hier in Obertshausen! Falls Sie einen Fehler finden, sprechen Sie mich gern an. Falls Sie Ergänzungstexte, z.B. für Ihre Gruppe, haben, lassen Sie es uns wissen.
Für die bisherige Homepage stand Christiane Ebinger. Sie hat über viele Jahre hinweg die alte Homepage technisch und inhaltlich betreut, sie hat immer wieder unermüdlich um neue Inhalte und aktuelle Texte in der Mitarbeiterschaft geworben. Vielen Dank an Dich, Christiane! Die neue Homepage haben wir Tom Batterham und Kai Hennig zu verdanken. Ich wünsche der neuen Homepage viele Klicks und reichlich Aktualität.
Die Homepage unserer Gemeinde ist unser „Marktauftritt“ im Internet. Sie soll einladend unsere Gemeinde vorstellen, sie soll aktuell auf Veranstaltungen hinweisen, sie soll für die Gemeinde selbst wichtige Ereignisse dokumentieren. Sie ist auch weiterhin die Plattform für das Gottesdienstportal und die Möglichkeit, Predigten herunter zu laden. Bitte helfen Sie mit, die Homepage zu pflegen. Alle Informationen dazu gehen bitte an Kai Hennig.
In den vergangenen Wochen sind wieder vereinzelt Beschwerden über die Musik in unseren Gottesdiensten laut geworden. Die dabei angesprochenen Themen sind schon seit langem aktuell: englische Lieder, die Lautstärke, das Schlagzeug, die Abmischung. Leider wurde die Kritik nicht immer sachlich und liebevoll geäußert. Leider hat sich das Gottesdienstende für manchen Musiker zu einer Art „Spießrutenlauf“ entwickelt. So denken inzwischen einzelne Musiker darüber nach, mit ihrem Dienst aufzuhören, andere Musiker leiden still.
Der Kirchenvorstand hat in seiner letzten Sitzung deshalb darüber gesprochen und folgende Erklärung verabschiedet, die am 27.6. in den Gottesdiensten verlesen wurde.
»Der Kirchenvorstand unterstützt das Engagement der Musiker ausdrücklich. Die Musikgruppen setzen unsere Gottesdienstordnung um und nehmen dafür einen hohen zeitlichen und kräftemäßigen Aufwand in Kauf. Sie setzen sich im Vorfeld intensiv mit den Liedern auseinander und treffen sich jeweils samstags vorher zum Proben. Für sie ist es nicht bloß Liedbegleitung, sondern vielmehr Anbetung, Dienst an Gott, Lobpreis. Wir sind ihnen dafür sehr dankbar.
Es ist uns völlig klar, dass es keinen Konsens über die Liedauswahl, über den Einsatz des Schlagzeugs, über alte oder neue, deutsche oder englische Lieder geben wird. Dafür sind wir eine – glücklicherweise – zu bunte Gemeinde. Es ist uns auch völlig klar, dass nicht immer alles gut klingt oder gut abgemischt ist. Aber dafür sind Laien am Werk, die Gott lieben und ihm mit der Musik oder am Mischpult dienen wollen.
Wir möchten die Musiker vor der direkten Kritik nach dem Gottesdienst schützen und bitten Sie, unsere Gottesdienstbesucher, herzlich darum, sich künftig bei Kritik nur noch an Mitglieder des Kirchenvorstands zu wenden.
Dabei begrüßen wir Kritik – positive wie negative – ausdrücklich. Wir möchten sie nur kanalisieren – und unsere Musiker dadurch schützen.«
Der aktuelle Gemeindebus läuft im November aus dem Leasingvertrag und muss zurückgegeben werden. Der KV hatte entschieden, den Vertrag mit dem Anbieter dieser Werbebusse zu kündigen, weil das einzuwerbende Spendenvolumen in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Wert des Busses steht. Wir wollen uns deshalb selbst um einen neuen (bzw. gebrauchten) Bus bemühen. Dazu starten wir eine Spendenaktion mit einem Spendenziel von mindestens 15.000 Euro. Davon wäre es möglich, einen gut erhaltenen gebrauchten Bus zu erwerben.
Der Gemeindebus steht für die Beförderung der Senioren sonntags und dienstags zur Verfügung, kann aber auch für Freizeiten, den Konfi-Unterricht, Ausflüge von Hauskreisen o.ä. genutzt werden. Ansprechpartner für die Busnutzung ist Frank Becker, Spenden sind herzlich willkommen auf das Konto der Stiftung Lebenswerte unter dem Stichwort „Gemeindebus“.
Am Montag hatten wir Dekan Carsten Tag in den Kirchenvorstand eingeladen. Themen waren u.a. die Pfarrdienstordnung, das ist der Arbeitsverteilungsplan der Pfarrer, die Entwicklung unserer Gemeinde, Themen aus unserer Klausur in Triefenstein vom März sowie die Vorstellung der Zwischenergebnisse aus dem Projektteam „Hauskreise“. Dekan Tag berichtete über aktuelle Themen aus der Dekanatsebene, die anstehende Neubesetzung der Präses-Position (Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands). Er lud uns ein, uns aktiv in die Dekanatsebene einzubringen, so auch zum Dekanatsgottesdienst am 3.12. in Seligenstadt.
Das vom KV berufene Projektteam „Hauskreise“ – Kai Polenske, Monika Weikard, Peter Braun – hat seine Zwischenergebnisse dem KV präsentiert. Hauskreise sind das Fundament unserer Gemeinde, die Hauskreise bilden den Kern unserer Gottesdienstgemeinde und auch den Kern der Mitarbeiterschaft. Ziel des Projekts ist deshalb die Neuordnung des Hauskreisleiter-Treffen, die Frage, wie die bestehenden Hauskreise besser untereinander vernetzt werden können und wie die Gemeindeziele (zum Glauben einladen – in die Gemeinde einbinden – zur Mitarbeit ermutigen) in den Hauskreisen noch besser umgesetzt werden können. Das Projektteam hat seine Arbeit auf „Kleingruppen“ erweitert, darunter werden sowohl die Hauskreise, als auch Gebetskreise oder Gesprächskreise gefasst.
Weitere Ergebnisse werden beim nächsten Treffen der Hauskreisleiter am 2.9. (Donnerstag) um 20.00 Uhr im Gemeindehaus vorgestellt und diskutiert.
Um einmal wieder gründlich aufzuräumen, auszumisten und zu putzen, haben wir für den 4.9. einen Aktionstag im Gemeindehaus ausgerufen. Alle Kreise sind herzlich eingeladen (eigentlich aufgefordert…), an diesem Tag zu helfen, das eigene Material zu sortieren und zu ordnen, und dabei zu helfen, das Gemeindehaus und die Kirche grundzureinigen. Je mehr Helfer dabei sein können, umso schneller können wir uns dem Angenehmen zuwenden, z.B. gemeinsam Grillen und den Spätsommer genießen. Es wäre schön, wenn Sie sich diesen Termin schon freihalten können.
Gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Malteser Hilfsdiensts in Obertshausen bieten wir am 8.7. um 19.30 Uhr im Gemeindehaus einen Vortragsabend zum Thema „Sterbende Begleiten“ an. Den Abend werden Marion Perner, Koordinatorin beim Malteser Hilfsdienst, und Pfarrer Ralf Richter gestalten.
An diesem Abend wird die Ausbildung in der Hospizarbeit vorgestellt und über für die Mitarbeit in der Hospizgruppe geworben. Hier stellen sich engagierte Menschen ehrenamtlich in diesen Dienst und begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase.
Im Oktober 2010 beginnt beim Malteser Hospiz- und Palliativberatungsdienst ein neuer Qualifizierungskurs für Hospizhelfer und Helferinnen.
Wie an dieser Stelle bereits geschrieben, haben wir am 11./12. Dezember den Weihnachtsmarkt der Stadt Obertshausen auf unserem Gelände zu Gast. Nach bisheriger Planung findet der W’markt auf dem Parkplatz und dem Gelände VOR dem Gemeindehaus statt, wobei die Flächen hinter dem Gemeindehaus als Reserveflächen zur Verfügung stehen würden. Die Stadt sorgt für alle Buden, WC etc., so dass wir als Gemeinde lediglich unser Gemeindehaus öffnen KÖNNEN, um uns zu präsentieren und ein eigenes Angebot zum W’markt beizutragen.
Dazu hat der KV ein Team zusammen gestellt, das diese Vorbereitungen koordinieren soll. Ansprechpartner für Ideen etc. sind Liz Krause und Thomas Meyer-Haugwitz. Wir würden uns freuen, wenn wir an diesen Tagen ein buntes Programm für Jung und Alt anbieten könnten – mit Eurer/ Ihrer Unterstützung!
Und nun wünsche ich uns einen schönen Sommer, Erholung im Freien, Zeit für die Familie, Zeit für Abenteuer – Abenteuer auch mit Jesus!
Ihr
Thomas Meyer-Haugwitz
Vorsitzender des Kirchenvorstands