
Die Kinder und Mitarbeiter des Kindergottesdienstes unterstützen in Indien ein Heimkind, das in einem Kinderheim des sozial-missionarisch tätigen Vereins „Christus für Hindus“ lebt.
Die Gründer dieses 1991 gebauten Heims, Louis Paul Kern und seine Frau Ulrike, schreiben dazu: 
„Seit 1980 kümmern wir uns um notleidende Kinder. Anfangs konnten wir auf Grund der beengten Wohnverhältnisse nur wenige Kinder aufnehmen, die damals noch in unserem Kirchengebäude untergebracht werden mussten. Mittlerweile konnten wir ein großes Grundstück erwerben, worauf sich unser eigenes Haus befindet und im Jahre 1991 ein modernes Kinderheim eingeweiht werden konnte. Dieses Gelände ist ca. 8 km von unserer Hauptgemeinde in Marikuppam entfernt.
Hier leben Vollwaisen, Halbwaisen und Kinder aus sozial schwachen Familien, mitunter hat der Vater Alkoholprobleme oder die Familie wegen einer anderen Frau verlassen. Wenn die Kinder in unser Kinderheim kommen, müssen sie ihr Leben total umstellen. Da sie teilweise aus Slums kommen und dort keinerlei sanitäre Anlagen zur Verfügung hatten, müssen sie erst lernen, die Toilette zu benutzen, sich die Zähne und die Nase zu putzen, die Haare ordentlich zu kämmen und mit Kokosnussöl zu ölen, das ist hier in Indien so üblich und soll „kühlend" wirken. Für sie ist es auch Luxus, in einem Bett schlafen zu dürfen, statt auf dem Boden liegen zu müssen.
Deutsche Praktikanten sind in unserem Kinderheim gern gesehen. Sie können beispielsweise beim Anziehen der kleinen Kinder mithelfen, die oft Schwierigkeiten mit den Socken und Schuhen haben, da sie vor der Heimaufnahme stets barfuß gelaufen sind. Wichtig ist es auch, den Kindern beizubringen, in ihren persönlichen Dingen und Kleidern Ordnung zu halten und das täglich zu kontrollieren. Nachmittags bzw. abends spielen die Praktikanten mit den Kindern, helfen ihnen bei den Hausaufgaben und gestalten die Gebetszeit mit (durch Lieder und Geschichten).
Sobald die Kinder ihre Schulausbildung abgeschlossen haben, bemühen wir uns, geeignete Ausbildungsplätze für sie zu finden. So werden momentan über 25 Kinder von uns auch weiterhin unterstützt. Wir besorgten ihnen Lehrstellen in den Berufen Schneiderin, Hauswirtschafterin, sowie Schreiner und Elektriker. Die Lehrzeit dauert je nach Ausbildungsziel zwei bis drei Jahre. Im Anschluss daran versuchen wir, für diese Jugendlichen Kontakte zu knüpfen, damit sie eine Anstellung bekommen.“