Margret Heckert in Kambodscha

Geschrieben am 18. Juni 2016 - 7:33 von tmh

Grüße vom 12. Breitengrad (Text: Margret Heckert)

KAMBODSCHA UND SEINE BESONDERHEITEN

Seit Juli 2015 bin ich in Asien. Die ersten drei Wochen verbrachte ich in Singapur wegen des Orientierungskurses.

Am 8. August 2015 ging es weiter nach Kambodscha. Ich wohnte für etwa zehn Tage im Missionszentrum der OMF*. Dann bezog ich eine eigene Wohnung im Tuol-Kork- Viertel von Phnom Penh. Im April 2016 zog ich nochmals um. Dieses Mal in die wegen ihrer Altertümer berühmten Stadt Siem Reap. Hier lebe ich in einer schönen Wohnung, die einer Familie gehört, die gerade für ein Jahr in Deutschland ist. Im September 2016 kommt die Familie zurück, dann heißt es noch einmal umziehen.

SIEM REAP UND SEINE UMGEBUNG

Siem Reap lebt von Angkor Wat, dem aus dem 11./12. Jahrhundert stammenden Tempelkomplex. Diese sehr beeindruckende Anlage ist der ganze Stolz der Kambodschaner. In dieser Zeit beherrschte Kambodscha ganz Süd-Ost- Asien. Die Baudenkmäler locken heute Touristen aus aller Welt an. Auch Missionare aus aller Welt halten sich hier auf.

Doch sie sind nicht hier wegen der historischen Stätten, auch nicht wegen der Touristen, sondern wegen der sehr armen Bevölkerung in den Dörfern. Die Hilfsangebote reichen von Soforthilfe bis zum langfristigen Entwicklungsprojekt. Leider hängt die Armut auf den Dörfern auch mit dem animistisch- buddhistischen Weltbild der Bewohner zusammen.

Diesen Leuten zu vermitteln, dass Gott die Welt erschaffen hat und durch Jesus Christus für die Menschen einen Rettungsweg bereitet hat, heißt sie mit Hoffnung zu beschenken, mit Hoffnung für das tägliche Leben und darüber hinaus! Die, die es wagen den Jesusweg zu gehen, werden frei von allen möglichen Ängsten.

MEIN AUFTRAG

Ich habe hier Familie Hohmann aus Deutschland kennengelernt, die genau wie ich mit „OMF*) in Kambodscha sind. Die Eltern gehen jede Woche in die Dörfer, besuchen Familien und halten Gruppenstunden und erklären das Evangelium. Sonntags gehe ich mit in das Dorf Wiel Thmei. Nach Da Hok nur wenn die Schule mal ausfällt. Hier in Kambodscha habe ich verstehen gelernt, auch Missionarskinder müssen in die Schule gehen! Sie brauchen gute Bildung und gute Betreuung. Dabei möchte ich helfen.

Mein Tag beginnt morgens um fünf Uhr. Um sieben Uhr bin ich bei Familie Hohmann und lerne mit Josuah Deutsch, damit er im Dezember in Deutschland in der Schule den Anschluss findet. Um acht Uhr fängt für ihn die englisch sprachige Schule an. Meine Zeit danach teilt sich auf in unterstützende Dienste an Schulen, Kontaktpflege zu Kambodschanern und weiterhin Khmer (die Landessprache) lernen.

Im Sommer 2017 werde ich einen längeren Heimataufenthalt in Deutschland haben. Das ist nötig, da hier diverse ärztliche Untersuchung und Gespräche mit der OMF in Mücke bei Gießen anstehen. Sicherlich auch viele Besuche und Begegnungen mit „alten“ Freunden und Bekannten. Wenn Gott es führt, kann ich nach dieser Zeit dann bis 2019 in Kambodscha bleiben.

 

Marget Heckert war von 1981 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2014 in der Ev. Kirchengemeinde in Obertshausen als Gemeindepädagogin tätig und hier für die Kinder- und Seniorenarbeit zuständig. In den letzten Jahren zusätzlich auch in der Ev. Martin-Luther-Gemeinde in Dietzenbach-Steinberg. Ihren großen Wunsch, für Gott in der Mission im Ausland tätig zu sein, konnte sie sich 2015 erfüllen.

* OMF International Deutschland = „Overseas Missionary Fellowship“ (Überseeische Missionsgemeinschaft), ein evangelikales Missionswerk, das 1865 von James Hudson Taylor (1832-1905) als China-Inland-Mission (CIM) in Brighton gegründet wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der OMF-Homepage . Dort gibt es auch einen Artikel über Margret.