Ein herzlicher Dank gilt allen, die uns Feedback zum veränderten gottesdienstlichen Angebot in unserer Gemeinde gegeben haben. Wie nicht anders zu erwarten war, war die Spanne groß: von der Sorge um den gewohnten bis hin zur Freude auf den neuen Gottesdienst, von der Klage über die Kürzung (vor allem im Haus Jona) bis zur Sorge vor zuviel Modernem. Auf der Klausurtagung im April haben wir auch über die verschiedenen Rückmeldungen gesprochen, das Ergebnis ist unser geänderter Gottesdienstablauf.
Vakanz
Während der Klausurtagung des Kirchenvorstandes im April hatten wir einen Kandidaten für die zweite Pfarrstelle zu Gast, der uns von der Kirchenleitung vorgeschlagen worden war. In zwei Gesprächsrunden vor und während der Klausur hatten wir so die Gelegenheit, uns gegenseitig kennen zu lernen. Im Anschluss waren wir jedoch einhellig der Auffassung, dass diese Kombination nicht zusammen passt. Schade!
So bleibt uns weiter die Aufgabe, Pfarrer Ralf Richter in seiner Vakanz nach Kräften zu unterstützen und zu schauen, was nicht unbedingt nötig ist, und zumindest für eine Zeit lang ruhen kann.
Bitte beten Sie weiter für eine gute Lösung und um Kraft und Gesundheit für Ralf Richter und seine Familie.
Zum Gottesdienstablauf
Auf der Klausurtagung des Kirchenvorstands haben wir auch – wie angekündigt – die Liturgie unseres Sonntagsgottesdienstes überarbeitet.
Unter Liturgie verstehen wir den regelmäßig wiederkehrenden Ablauf eines Gottesdienstes. Die wesentlichen Elemente schreibt die
Kirchenordnung vor (vgl. Form I A „Gottesdienst in einfacher Form“ im Evangelischen Gesangbuch), jedoch haben die einzelnen Gemeinden eine gewisse Freiheit bei der Ausgestaltung vor Ort.
Wie bisher auch lässt der Gottesdienst in Obertshausen vier aufeinander folgende „Schritte“ erkennen:
1. Schritt: Wir heißen alle willkommen: Hier begegnet uns das Votum („Im Namen des Vaters …“) und gegebenenfalls der Wochenspruch bzw. der Eingangsspruch, der die Gemeinde begrüßt; und auch die Abkündigungen sowie das Eingangsgebet haben hier ihren Ort – gesprochen von einem sog. Moderator oder einer Moderatorin.
2.Schritt: Wir wenden uns Gott zu: Hier ändert sich vordergründig nichts, jedoch geben wir unseren Musikern mehr Flexibilität in der Gestaltung der Lobpreiszeit/ Anbetungszeit, was die Reihenfolge von Liedern, Gebet und Gebetsstille angeht. Auch die Schriftlesung wird zukünftig i.d.R. in Form eines Psalms, eines Bibelwortes oder eines Liedtextes in den Lobpreis integriert werden. Dieser Teil endet mit dem alt bekannten Glaubensbekenntnis oder aber auch einem persönlichen Bekenntnis des Glaubens in Form eines „Zeugnisses“. Auch ein kreatives Element, wie etwa ein Anspiel, hätte hier seinen Platz.
3.Schritt: Gott wendet sich uns zu: An dieser Stelle folgt die Predigt, die im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht. Nach der Predigt folgt künftig i.d.R. ein Instrumentalstück, dass zum Verweilen der Gedanken bei der Predigt einlädt.
4.Schritt: Gott wendet sich mir ganz persönlich (im Segen) zu: An Abendmahlssonntagen feiern wir an dieser Stelle das Heilige Abendmahl. Ansonsten sprechen wir hier das Fürbittengebet (Pfarrer und Moderator), schließen gemeinsam mit dem Vater Unser. Es folgen noch das Schlusslied und der Segen. Im Anschluss soll auch wieder die Möglichkeit, für sich persönlich beten zu lassen, angeboten werden.
Der neue Gottesdienst wird somit klarer strukturiert. Ein Spannungsbogen wird aufgebaut, der zu häufige Wechsel der Sprecher durch Zwischenmoderationen vermieden. Mit den Musikteams ist bereits vereinbart, dass auch Lieder aus dem Gesangbuch in moderner Form in das Repertoire aufgenommen werden. In einem Termin am 14.5. werden wir die Neuerungen insb. mit den Leitern der Musikteams besprechen, weil ihnen künftig mehr Verantwortung für die Leitung der Lobpreis- bzw. Anbetungszeit zufällt.
Der Gottesdienst-Ablauf im Haus Jona bleibt unverändert.
Aufstockung des Kirchenvorstands
Um für die künftige Entwicklung und auch für die längere Vakanz noch besser gerüstet zu sein, haben wir uns entschieden, den Kreis von jetzt 12 gewählten Kirchenvorstandsmitgliedern um 1-2 Personen zu erweitern. Wir haben dabei nach Personen Ausschau gehalten, die uns auf die eine oder andere Art gut ergänzen.
In der letzten Sitzung konnten wir Ralf Kachel in den Kirchenvorstand berufen. Wir sind uns sicher, mit ihm eine gute Verstärkung unseres Teams gefunden zu haben. Wann er im Gottesdienst in sein Amt eingeführt wird, steht noch nicht fest.
Gemeindefest
Am 17. Juni findet wieder unser Gemeindefest statt. Wir beginnen mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr (hoffentlich mit neuen Stühlen!). Die Predigt hält Stefan Kiene, der Direktor der Bibelschule Klostermühle.
Wir bekommen weitere Unterstützung an diesem Tag von einer Gruppe junger Musiker der sog.
School of Worship in Bad Gandersheim (zu Deutsch: Lobpreisschule, an der auch Michaela Falkenberg, unsere derzeitige Praktikantin, eine Lobpreis-Ausbildung absolviert hat), die uns z.B. beim Kinderprogramm helfen und auch mit und für uns singen werden.
Über den Tag erwarten uns Kaffee und Kuchen, Gegrilltes, Cocktails, Spiele, die Tombola der Begegnung u.v.a.m. Und natürlich auch viel Zeit für Gespräche – hoffentlich unter dem Sonnenschirm bei prächtigem Wetter.
Liz Krause ist bereits wieder aktiv und bittet um Mithilfe beim Kuchen- und Salatbuffet, aber auch bei den vielen anderen Diensten; alle Gruppenleiter müssten hier mittlerweile eine Mail erhalten haben.
Informationen aus einzelnen Gruppen
Damit wir das Gemeindebüro – und auch diesen Newsletter – noch besser als Informationsdrehscheibe nutzen können, eine große Bitte: Gruppen und Kreise, die größere Veranstaltungen, z.B. Abende mit Gästen planen, bitte die Termine immer auch an das Gemeindebüro weitergeben. Das gilt natürlich insb. auch dann, wenn in der Einladung explizit auf das Gemeindebüro verwiesen wird. Das macht vieles leichter…
Wir wünschen Ihnen allen eine von Gott gesegnete Zeit!
Herzliche Grüße,
Ihre
Thomas Meyer-Haugwitz Ralf Richter
Vorsitzender des Kirchenvorstands Pfarrer